FeedHarmonika
MusikBrockhaus 1882

Harmonika, Glockenharmonika oder auch Glasharmonika genannt, ein Musikinstrument, das aus einer Walze auf einem Fußgestell besteht, an welcher Glasglocken (gläserne Halbkugeln von regelmäßig abgestufter — befestigt und so ineinander geschoben sind, daß der Rand einer jeden hervorragt. Die Intonation wird durch die lsalotben a bewirkt, welche an die Ränder der Glasglocken gelegt werden, während die Walze durch einen Fußtritt in Umschwung gesetzt wird. Der Umfang des Instruments beträgt drei bis vier Oktaven. Franklin, dem man die Erfindung der 5. (1763) zuschreibt, hat ihr wahrs 9 nur eine verbesserte Einrichtung gegeben. Der Klang der H. ist durchdringend, hat aber dabei ein so rührendweiches Gepräge, daß selbst der milde Flötenton noch hart dagegen absticht. Wegen seines charakterlos weichlichen Toncharakters, sowie wegen der Schwierigkeit, es zu erlernen, hat dieses Instrument nie große Teilnahme gefunden. Die Versuche von Röllig, Nicolai, Klein u. a., die Behandlung durch eine angebrachte Klaviatur au erleichtern, hatte keinen wesentlichen Erfol. Eine andere Art Glasharmonika, ein Kinderinstrument, besteht aus einem kleinen Kasten, dessen obere Decke einen etwa 6 em breiten Einschnitt hat, unter welchem schmale Glasstreifen auf zwei straff angezogenen Bändern liegen, die mit einem kleinen Hammer von Korkholz geschlagen und dadurch zum Tönen gebracht werden. Die Tiefe und Höhe der Töne hängt von der Länge und Kürze der Glas-Haum ab, wobei zu berücksichtigen ist, daß nur der um zwischen den beiden tragenden Bändern, Schn aber der über diese hinausgehende an der Schwingung teilnimmt und tönt; der Länge der Glasstreifen entsprechend nimmt daher auch die Breite des Einschnitts im Kasten immer mehr ab bis zu dem kürzesten Streifen, welcher den höchsten Ton gibt. — In gleicher Weise wird auch die Metallstabharmonika hergestellt, nur daß die tönenden Streifen aus Stahl, Messing oder anderm Metall bestehen und nicht auf Bändern aufliegen, sondern aufgeschraubt sind. — Eine noch andere ö Reihe, bei welcher die Divisoren die Glieder einer gemeinen arithmetischen Reihe sind; je drei aufeinander folgende Glieder einer harmonischen Reihe stehen in stetiger harmonischer Proportion (s. d.). Eine solche Reihe ist: 1, ½, ½,

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 8, S. 851Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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