FeedHarnack (Theodosius)
ReligionBrockhaus 1882

Harnack (Theodosius), luth. Theolog der konfessionellen Richtung, geb. 3. Jan. 1817 zu Petersburg, studierte Theologie in Dorpat, Bonn und Berlin, wurde 1843 Privatdocent der praktischen Theologie zu Dorpat, 1845 außerord., 1848 ord. Professor, folgte 1853 einem Ruf nach Erlangen, kehrte aber 1866 nach Dorpat zurück und trat 1873 in den Ruhestand. Von seinen Schriften sind hervorzuheben: Die Idee der Predigt, entwickelt aus dem Wesen des prot. Kultusv (1844), De theologia practica recte definienda et adornanda (1847), Der christl. Gemeindegottesdienst im apostol. und altkath. Zeitaltero (1854), Die luth. Kirche Livlands und die herrnhut. Brüdergemeiner (1860), „Luthers Theologie mit besonderer Beziehung auf seine Versöhnungs⸗ und Erlösungslehrey (Bd. 1, 1862), (Die Kirche, ihr Amt, ihr Regimenty (1862), „Praktische Theologiev (3 Bde., 1877—82). Sein Sohn, Adolf H., Vertreter der kritischen „Theologie, geb. 7. Mai 1851 zu Dorpat, studierte e'daselbst 1869—72 Theologie, habilitierte sich 1874 in Leipzig als Privatdocent für Kirchengeschichte, ward dort 1876 außerord. Professor und ging 1879 als Ordinarius nach Gießen. Er schrieb: Zur Quellenkritik der Geschichte des Gnostizismus (1873), Patrum Apostolicorum opera (3 Bde., 1876 78, zusammen mit von Gebhardt und Zahn), „Die Zeit des Ignatius und die Chronologie der antiochenischen Bischöfes (1878), «Die Beschreibung des Codex Rossenensis v (1880), „«Das „Mönchtum, seine Ideale und seine Geschichter 881, 2. Aufl. 1882). Seit 1881 redigiert H. die von Schürer 1876 begründete «Theol. Litteraturzeitungo, seit 1882 gibt er zusammen mit von Geb· *„ „Texte und Untersuchungen zur altchristl.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 8, S. 854Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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