Harnisch (Christian Wilh.), Pädagog, geb 28. Aug. 1787 —8 Wilsnack im Regierungsbezir Potsdam, besuchte das Gymnasium in Salzwedel studierte in Halle und Frankfurt, wurde 1810 Lehrer an dem Plamannschen Erziehungsinstitut in Ber: lin, 1812 erster Lehrer an dem nach Pestalozzischen Grundsätzen einzurichtenden Schul Heeteue in Breslau, 1822 Direktor des Schullel rerseminars in Weißenfels und 1842 Pfarrer in Elbei. Später emeritiert, starb er 15. Aug. 1864 in Berlin. H. schrieb: »Handbuch für das deutsche Volksschulwesen (Bresl. 1820; 4. Aufl. 1839), Vollständiger Unterricht in der deutschen Spracher (4 Bde. Bresl. 1818), Die Weltkundes (4. Aufl., 3 Bde., Bresl. 1827), «Die wichtigsten neuern Land- und Seereisen für die Jugend » (16 Bde., Lpz. 1821— 32), Entwürfe und Stoffe zu Unterredungen über Luthers Kleinen Katechismuso (3 Bde., Weißenf. 1837—40; Bd. 1, 3. Aufl. 1841; Bd. 2, 2. Aufl. 1842) u. s. w. Außerdem gab H. drei Zeitschriften: 4&Schulrat an der Oder» (24 Hefte, Bresl. 1815—20), „Volksschullehrero» (5 Jahrg., Halle 1824—28) und Frisches und Firnes zu Rat und Thaty (3 Bdchn., Cisl. 1835—39) heraus. Adalbert H., der Sohn des vorigen, ward 18. Febr. 1815 zu Breslau geboren, wandte sich anfangs der Militärcarrière, später dem Postdienst zu und wurde 1872 Postdirektor und Telegraphenstationsvorstand zu Löwenberg in Schlesien, dann zu Forst in der Lausitz. H. gab heraus: (Hansa2. Aufl. 1861), Vom Stadtmäuschen und Feldmäuscheny (Bresl. 1864; 7. Aufl. 1877), (Trost im Leid (Gedichte, Neisse 1866; 2. Aufl. 1870) etc.