FeedHarzfluß (resinosis)
HeilkundeBrockhaus 1882

Harzfluß (resinosis), bei den Nadelhölzern eine krank aste Ausscheidung von Harz im Holz und in der Rinde, infolge deren zuerst das Holz kienig, d. h. von — durchtränkt wird, später aber in Hohlräumen gleichmäßige Harzmassen, sog. Harzbeulen, in großer Menge gebildet werden. Bei kienigem Holze finden sich die Wände der meisten Zellen von Harz überkleidet oder mit Harztropfen besetzt, andere Zellen schon von Harz erfüllt, bis endlich die Zellwandung allmählich dünner wird und sich schließlich in Harzmasse verliert. Als Ursache dieser krankhaften Harzstauung nimmt man sehr sonnige Standorte, ungeeigneten Untergrund, Verletzungen der Rinde durch Wild, Raupen, Stürme u. s. w. an. Vgl. Sorauer, «Handbuch der Pflanzenkrankheiten (Berl. 1874).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 8, S. 879Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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