FeedHasenelever (Joh. Peter)
Bildende KunstBrockhaus 1882

Hasenelever (Joh. Peter), einer der vorzüglichsten Genremaler der Düsseldorfer Schule, geb. 18. Mai 1810 zu Remscheid, besuchte die Kunstakademie zu Düsseldorf, wo Schadow sein Lehrer in der Malerei wurde. Anfänglich bewegte sich H. in den verschiedensten Darstellungskreisen, ehe er die Sphäre, in der er mit so vielem Glück arbeitete, die humoristische, herausfand. Hatten schon seine ersten Bilder (Jungen am Feuer; der Nieser) ihm Ruf verschafft, so trugen die humoristischen, in deren Reihe der von der Universität zurückkehrende Kandidat Jobs das erste von allgemeiner Verbreitung war, dazu bei, der romantisch-sentimentalen Richtung, welche in Düsseldorf Platz gegriffen, ein gesundes Gegengewicht zu halten. Später entstand dazu das Cramen (münchener Pinakotheh), Hieronymus als Dorfschulmeister (in der Gallerie Ravené zu Berlin) und Jobs als Nachtwächter. Neben diesen größern Bildern malte H. viele kleinere humoristische Scenen aus dem Stadt-, Familien⸗ und Wirtshausleben, wovon die Zeitungsleser, die Weinprobe und das rheinische Kellerleben (in der berliner Galerie) am bekanntesten sind. Ernstern Charakters sind seine Gemälde aus den Spielhöllen. Auch als Porträtmaler zeichnete sich H. aus. In den J. 1838 —42 lebte H. in München, seit 1842 in Düsseldorf, wo er 16. Dez. 1853 starb.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 8, S. 884Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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