Haß, die entschiedene Abneigung einer Person egen andere, ist der Liebe als der entschiedenen uneigung entgegengesetzt. Beide verhalten sich zueinander einerseits wie Abstoßung und Anziehung, andererseits wie Unlust zu Lust Denn ein Gegenstand zieht uns an durch Eigenschaften, welche uns Lust und Wohlgefallen erregen, und 955 uns ab durch solche, welche uns Unlust und ißfallen erregen. H. und Liebe in diesem weitern Sinne sind die allgemeinen Hebel im Gebiete aller unserer Gemütsbewegungen und Leidenschaften. Im engern Sinne des Wortes schließt der H. die Begierde in sich, seinem Gegenstande Schaden aige Os. oder wehe zu thun. Daher sind gutmütige Seelen wohl starker Abneigungen, aber nicht des eigentlichen H. fähig. Der H. entspringt gewöhnlich aus zugefügtem Unrecht, aus Neid, aus Eifersucht oder gekränktem Ehrgeiz. Von der Verachtung, welche ebenfalls ihren Gegenstand verabscheut oder zurückstößt, unterscheidet sich der H. durch die Wichtigkeit, welche er den Gegenständen seiner Abneigung zugesteht, indem er zur Handlung gegen denselben übergeht, während der verachtete Gegenstand mehr als nichtexistent betrachtet wird. Starke Liebe entladet sich häufig in H. gegen das, was der Verbindung mit dem Geliebten entgegensteht, wie bei der Eifersucht, oder schlägt sogar, wenn sie ihr Ziel nicht erreichen kann, in H. gegen den geliebten Gegenstand um. Hadss., bei naturwissenschaftlichen Namen Ab⸗