Haussonville (Joseph Othenin Bernard de Cléron, Graf von), franz. Staatsmann und Schriftsteller, geb. 27. Mai 1809 zu Paris, betrat zuerst die diplomatische Laufbahn und war Gesandtschaftssekretär in Brüssel, Turin und Neapel. Von Conversations-Lexikon. 13. Aufl. VIII. 1842—48 vertrat er den Wahlbezirk Provins in der Deputiertenkammer. Im J. 1869 wurde er Mitlied der Französischen Akademie. Während des ranzösisch-Deutschen Kriegs von 1870 und 1871 schrieb er mehrere Streitschriften gegen Deutschland, darunter La France et la Prusse devant'Europes. Im J. 1878 wurde H. zum lebenslänglichen Senator erwählt; er nahm seinen Sitz im rechten Centrum und verteidigte gegen das Ministerium Ferry die religiösen Gesellschaften. Er verfaßte drei Geschichtswerke: Histoire de la politique extérieure du gouvernement français de 1830 àA 18489 (2 Bde., 1850), Histoire de la réunion de la Lorraine à la France o (4 Bde., 1854—59; 2. Aufl. 1860), „L'église romaine et le premier Empires (5 Bde., 1864—79). H. starb 28. Mai 1884 zu Paris. Seine Gemahlin, Gräfin Louise von H., geborene Prinzessin von Broglie, geb. 1818, 1836 mit H. verheiratet, veröffentlichte anonym den Roman «Robert Emmeto (1858) und die Schriften: „Marguerite de Valois, reine de Navarres (1870), „La jeunesse de Lord Byrono (1872), «Les dernières années de Lord Byrono (1874). Sein Sohn, Gabriel Paul Othenin de Cléron, Vicomte von H., geb. 21. Sept. 1843 zu Gurcy-le-Chätel im Depart. Seine-et-Marne, wurde 1871 zum Abgeordneten des Depart. Seineet-Marne ernannt und war Mitglied des rechten Centrums. Später wurde er nicht wiedergewählt. Er schrieb: „Sainte-Beuve, sa vie et ses uvres o (1875), „Les établissements pénitentiaires en France et aux colonies o (1875), L'enfance à