Leo III., der Isaurier, der Sohn isaurischer Eltern, etwa 675 n. Chr. zu Germaniheia geboren, war als tapferer Kriegsmann emporgekommen und schwang sich nach des Kaisers Justinian II. Sturze (711) als Feldherr in Asien auf den Thron. Am 25. März 717 in Konstantinopel gekrönt, verteidigte er diese Stadt ruhmvoll (15. Aug. 717 bis 15. Aug. 718) gegen die Angriffe eines großen arab. Heeres. Auch später bewährte er sich wiederholt gegenüber den Arabern und war zugleich ein tüchtiger Reformer auf dem Gebiete des Kriegswesens, der Verwaltung, der Justiz und der Finanzwirtschaft. Seit 726 versuchte er den hoffnungslosen Kampf gegen den kirchlichen Bilderdienst, ein Kampf, der ihm erbitterten Haß der Mehrheit des Volks, der Mönche und eines großen Teils des Klerus zuzog. L. starb am 18. Juni 741. Sein Enkel, des Kaisers Konstantin V. und einer chazarischen Prinzessin Sohn, war der mit der Athenerin Irene 12 d.) vermählte Kaiser Leo IV., der Chazare, der 23. Sept. 775 zur Herrschaft gelangte, aber schon 8. Sept. 780 starb.