FeedMajorianus
GeschichteBrockhaus 1882

Majorianus oder Majorinus (Flavius Julius), weström. Kaiser, wurde durch den Einfluß des mächtigen Patricius Ricimer und des oström. Kaisers Leo I. am 1. April 457 n. Chr. zu Ravenna zum Kaiser erhoben. Es gelang ihm 458, einen großen Teil von Gallien und Spanien wieder für die Römer zu gewinnen. Als aber sein Plan, von Cartagena aus die Vandalen in Afrika anzugreifen, durch die dem Geiserich mit Hilfe röm. Verräter ermöglichte Vernichtung der kaiserl. Flotte gescheitert war (460), schwand sein Ansehen. Nach einem Kampfe zwischen den fremden und röm. Soldaten, 2. Aug. 461, bei Tortona, in welchem die Römer unterlagen, mußte M. abdanken und starb fünf Tage nachher, angeblich an der Ruhr.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 11, S. 370Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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