Leroux (Pierre), franz. philos. Schriftsteller, geb. zu Paris 17. April 1797, war zuerst Setzer und Korrektor, nachher Herausgeber des liberalen Wochenblatts Le Globev, dessen Umwandlung zum Organ des Saint-Simonismus (s. d.) er 1830 bewirkte. Doch zog er sich von dieser sozialistischen Sekte wieder zurück, als Enfantin die Frage der Frauenemancipation in Anregung brachte. Nachdem er einige Zeit mit Carnot die Revue encyclopédiquey redigiert, gründete er 1838 mit Reynaud die Encyclopédie nouvelleo, ein großartig angelegtes, aber unvollendet gebliebenes Unternehmen. In der Schrift Réfutation de l'éclecticisme (Par. 1839) trat er gegen Cousin auf. Sein Hauptwerk ist das Buch De Phumanité, de son principe et de son avenirv (2 Bde., Par. 1839; 2. Aufl. 1845), worin er den stetigen Fortschritt der Menschheit und der Natur nachzuweisen sucht. Er übernahm 1845 die Leitung einer Buchdruckerei in Boussac (Depart. Creuse) und gründete die Revue socialev, worin er seine chumanitäreno Ideen weiter auseinandersetzte. Im J. 1848 vom Depart. Seine in die Konstituierende, dann auch in die Gesetzgebende Nationalversammlung gewählt, stimmte er hier mit der Bergpartei, wurde beim Staatsstreich vom 2. Dez. 1851 proskribiert und lebte seitdem in Jersey, wo er unter dem Titel La Grève de Samareuv eine Art Zeitschrift in zwanglosen Heften herausgab. Im J. 1860 kehrte er nach Frankreich zurück und starb 12. April 1871 zu Paxis.