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Literatur & SpracheBrockhaus 1882

Lesinen, s. Lisenen. 2. KLeskien (Aug.), namhafter Sprachforscher, insbesondere Slawist, geb. 8. Juli 1840 zu Kiel, besuchte das dortige Gymnasium, studierte dafelbst und zu Leipzig klassische Philologie und Sprach-⸗ wissenschaft, war 1864—66 Lehrer an der Thomasschule in Leipzig, ging dann nach Jena, um unter Schleicher vergleichende Sprachwissenschaft, namentlich aber slaw. Sprachen zu studieren, und habilitierte sich Ostern 1867 in Göttingen als Docent für das erstere Fach. Im J. 1869 wurde L. als außerord. Professor der vergleichenden Sprachwissenschaft nach Jena, 1870 auf den neu errichteten Lehrstuhl für slaw. Sprachen nach Leipzig berufen und daselbst 1876 zum ord. Professor ernannt. Seine hauptsächlichsten Schriften sind: (Handbuch der altbulgar. Spraches (Weim. 1871), „(Die Deklination im Slawisch-Litauischen und Germanischeno (Lpz. 1876), „Der Ablaut der Wurzelsilben im Litauischen »(Lpz. 1884). Im Verein mit Ebel, Schmidt und Schleicher gab er eine „Indogerman. Chrestomathiev (Weim. 1869) heraus. Außerdem ist L. an der Redaction des « Archivs für slaw. Philologies (Bd. 1—7, Berl. 1876— 84) beteiligt und führt seit 1883 die Redaction der Ersch-Gruberschen „Allgemeinen Encyklopädie

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 11, S. 24Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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