FeedLevita (Clias)
Literatur & SpracheBrockhaus 1882

Levita (Clias), eigentlich Elia Levi Ben-Ascher, zubenannt Bachur, einer der größten jüd. Grammatiker, wurde um 1469 in Neustadt an der Aisch (unweit Nürnberg) geboren. Von Padua, wo er schon 1504 lehrte, ging er 1509, nachdem er bei der Eroberung der Stadt alle seine Habe eingebüßt hatte, nach Venedig und von da 1512 nach Rom. Hier traf ihn 1527 abermals das Unglück, nach der Eroberung der Stadt von den Kaiserlichen ausgeplündert zu werden, worauf er wieder nach Venedig ging. Im J. 1540 folgte er dem Rufe des Paul Fagus nach Jisny, kehrte aber bald nach Venedig zurück, wo er 1549 starb. Seine wichtigsten Schriften sind Bachurv, eine hebr. Grammatik (1518), «Harkabas, über die tormae mixtae (1518), Tischbiv, über rabbinische Vokabeln (1536), (Tub Taams, über hebr. Accente (1538), Meturgemano, ein Wörterbuch über das Targum (1541) und Masoret Ha-Masoreto (1538; deutsch von Semler, 1772). Fast alle seine Werke wurden ins Lateinische übersetzt. Vgl. Buber, (Leben und Schriften des Clias Bachur, genannt L.v (Lpz. 1856).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 11, S. 42Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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