Leviten hießen bei den Juden die mit dem Opfer- und später dem Tempeldienste betrauten Nachkommen des Levi (s. d.). Sie bildeten, wenigstens in der Königszeit, einen besondern israel. Stamm ohne einen eigenen Landbezirk. Ursprünglich Richter und Hohenpriester und im Lande zerstreut, wurden sie seit der Kultusreform des Königs Hiskia Tempeldiener und hatten die Priester aus der Familie Aarons bei allen denjenigen heiligen Handlungen im Tempel zu unterstützen, die nicht am Altar und mittels des heiligen Geräts verrichtet wurden, bis sie bei der Reform des Kirchenwesens durch Josia vollends ins Priestertum aufgenommen und, in 24 Klassen (Ephemerien) geteilt, als Levitenpriestero 24 Hohen Priestern aus Aarons Geschlecht unterstellt wurden. (S. Priester und Hoher Priester.) Ihr Einkommen bestand in dem Zehnten. Analog hießen und heißen noch jetzt bei den Katholiken die Diakonen, welche dem Priester bei der Messe assistieren, L.