Libertiner nannte man in Genf zur Zeit der Reformation die Gegner der von Calvin eingeführten strengen Ordnung, welche durch die sog. Ordonnances ecclésiastiques das ganze private und öffentliche Leben der Gemeindemitglieder einer scharfen Zucht unterstellte. Vorübergehend gewannen die L. die Oberhand, wurden aber 1555 gestürzt.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 11, S. 53Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei