Librationen des Mondes (vom lat. librare, S schwingen, schwanken) heißen die scheinbaren Schwankungen desselben, welche bewirken, daß man nicht immer dieselbe Hälfte der Mondoberfläche, sondern auch noch kleine Randpartien der im allgemeinen von der Erde abgewandten Hälfte sieht, sodaß im ganzen nur ungefähr drei Siebentel der Mondoberfläche immer unsichtbar bleiben. Die L. hängen namentlich zusammen mit der ellipsenförmigen Bewegung des Mondes um die Erde und mit dem Umstand, daß die Rotationsachse des Mondes auf der Bahnebene nicht genau senkrecht steht.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 11, S. 54Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei