Lippe-Weisßtenfeld (Armin, Graf zur), namhafter deutscher Landwirt, geb. 15. Okt. 1825 in der Oberlößnitz bei Dresden, studierte in Jena, administrierte dann mehrere Güter im sächs. Vogtlande und kaufte sich 1861 im sächs. Erzgebirge an. Er verkaufte jedoch 1869 seine Besitzung, siedelte nach Dresden über und folgte 1872 einem Rufe als ord. Professor der Landwirtschaft nach Rostock. Durch seine Anregung entstanden in Mecklenburg eine große Anzahl zweckmäßig organisierter landwirtschaftlicher Vereine, sowie die landwirtschaftliche Versuchsstation zu Rostock. Unter L.s Schriften sind hervorzuheben: Die landwirtschaftschaftliche Ertragsanschlage (Lpz. 1862), Der Landwirt in Bezug auf Familie, Gemeinde, Kirche und Staat » (Lpz. 1863), „Lehrbuch der allgemeinen Landwirtschaft nach F. G. Schulzes ½½ »(Lpz. 1863), Die rationelle Ernährung des Volkso (Lpz. 1866), (Ehrenfriedersd. 1869; neue AÄufl., Berl. 1871), Die Grundsätze der Züchtung für den kleinern Landwirt zusammengefaßtv (Ehrenfriedersd. 1869), «Landwirtschaftliches Lesebuch (2 Tle., Dresd. 1871—73) und ein «Landwirtschaftliches Herbarium» (Rostock 1876). Auch redigierte L. bis 1880, wo er seine Stellung in Rostock aufgab, um sich wieder der landwirtschaftlichen Praxis zu widmen, mehrere landwirtschaftliche Zeitschriften.