FeedTraunstein
ErdkundeBrockhaus 1882

Traunstein, unmittelbare Stadt in Oberbayern, an der Traun, 598 m hoch r Bapenchen tion der Linie München-Salzburg der Bayrischen Staatsbahnen, ist Sitz eines Landgerichts und Amtsgerichts, eines Bezirksamts und Hauptsalzamts und zählt mit der angrenzenden Salinengemeinde Au (1885) 5538 E. Der Ort hat eine neu restaurierte, mit neuerbautem Turm im Renaissancestil versehene Pfarrkirche, eine Realschule, ein Krankenhaus, einenKindergarten, einEnglisch-Fräuleinkloster und in der Au an der Traun die ansehnlichen Salinengebäude, in welchen die seit 1619 in So von Reichenhall 22 km weit hergeleitete Sole versotten wird zu jährlich 9 Mill. Kilogramm Koch⸗ und Viehsalz. Die Stadt brannte 137¹, 1704 und 1851 vollständig nieder, wurde jedoch sehr stattlich wieder aufgebaut. T. ist ein Hauptplatz für Holz⸗, Getreide⸗ und Viktualienhandel und ein angenehmer Sommeraufenthalt und Kurort, insbesondere für Nervenkranke, Blutarme, an Gicht und Rheumatismus leidende, Herzkranke (Höhenkurort), besitzt zwei Bäder Wildbad Empfing und Bad T., beide mit Comfort eingerichtet, große asphaltierte Schwimm⸗ und Badeanstalt (Moorbad), große ausgedehnte Nadelwaldungen und schöne Anlagen. In der Nähe ist der Hochberg mit

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 15, S. 813Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

Auf derselben Druckseite 5

Ähnliche Artikel 6

Mehr aus Erdkunde 6