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ErdkundeBrockhaus 1882

Lokri, griech. Stadt auf der Ostküste des südlichsten Teils Unteritaliens, in der Landschaft Bruttium am Vorgebirge Zephyrion, daher gewöhnlich Lokri Epizephyrii genannt, wurde 683 v. Chr. von den westlichen oder Ozolischen Lokrern in Hellas (s. Lokris) gegründet und ist besonders bekannt als Heimat des Gesetzgebers Zaleukos (s. d.) und des om ungr Timäos, des Lehrers des Platon. Vom Lergenet Dionysius zerstört, wurde sie bald wiederhergestellt, litt zwar viel während der Kämpfe der Römer gegen Pyrrhus und im zweiten Punischen Kriege, bestand aber auch unter röm. Herrschaft fort. Unweit der Stadt, von der nur geringe überreste beim heutigen Motta di Burzano erhalten sind, stand ein berühmter Tempel der Persephone.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 11, S. 160Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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