Los, Mittel, um für gewisse Fälle eine göttliche Entscheidung zu erlangen; auch das, was einem nach göttlicher Schickung zufällt. Der Gebrauch des L. kommt schon bei den alten Hebräern vor bei Teilungen, Amterübertragungen u. s. w.; bei den alten Griechen diente es zur Bestimmung, wer von mehrern etwas ausführen solle. Bei den Römern kam das L. ebenfalls häufig bei Erb⸗, Provinz⸗, Amterverteilung u. s. w. vor. Im gewöhnlichen Leben heißt jetzt L. der Schein, welcher jemand zur Teilnahme an einem Gewinnspiel berechtigt, namentlich bei Lotterien (s. d.).
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 11, S. 182Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei