Lossow (Arnold Herm.), Bildhauer, geb. zu Bremen 24. Okt. 1805, wo sein Vater als Bildhauer thätig war. Durch diesen vorgebildet, trat er eine mehrjährige ital. Studienreise an und kam 1831 nach München, wo er in das Atelier Schwanthalers eintrat. Sein Hauptverdienst besteht in der pietätvollen Durchführung fremder Entwürfe. Er nahm hervorragenden Anteil an den Arbeiten für die münchener Ruhmeshalle und für die Walhalla und starb 3. Febr. 1874 in München. Von seinen drei Söhnen zeichnete sich der älteste, Karl L., geb. 6. Aug. 1835 in München, gest. 12. März 1861 in Rom, als Geschichtsmaler aus. Der zweite Sohn, Friedrich L., geb. 13. Juni 1837 in München, besuchte die dortige Akademie, wendete sich von der histor. Kunst bald zur Tiermalerei und lernte bei Voltz, 1860 auch bei Piloty. Das Beste hat er in Zeichnungen geleistet, aus denen ein tiefes Gemüt und häufig auch lebendiger Humor spricht. Vortreffliches dieser Art enthalten die münchener «Fliegenden Blättero und «Bilderbogen“. L. starb 19. Jan. 1872 in München. Der dritte Sohn, Heinrich L., geb. 10. März 1840 in München, war ebenfalls Schüler der dortigen Akademie, befolgte aber dann eine besondere Richtung, indem er die Weise Watteaus u. a. imitierte. In diesem Genre schuf er zunächst Genrebilder im Kostüm jener Zeit, gelangte aber bald auf das Gebiet des Pikanten in mytholog. Scenen u. dgl., deren Auffassung meist launig und geistreich ist. L. ist Direktor der Bildergalerie in Schleißheim.