Löwenstein (Rud.), Schriftsteller, geb. 20. Febr. 1819 zu Breslau, studierte daselbst und in Berlin klassische Philologie, trat zuerst als Dichter von Kinderliedern (Kindergarteno, Berl. 1846 u. öfter) auf und gründete im Verein mit David Kalisch und Ernst Dohm 1848 den «Kladderadatscho, dessen Redaction er leitete, bis er, aus Berlin ausgewiesen, dieselbe an Dohm überließ (1849). L. blieb unausgesetzt Mitarbeiter des «Kladderadatscho, für welchen er eine Menge von Artikeln, sowohl in Prosa als in Versen, namentlich von Leitgedichten, verfaßt hat. Im J. 1850 nach Berlin zurückgekehrt, war L. außerdem Mitarbeiter an verschiedenen polit. Blättern, und gründete die Jugendzeitschrift «Puckp (Berl. 1857—59). Nach Dohms Tode (1882) übernahm L. wieder die verantwortliche Redaction des Kladderadatsch'. Zu den günstig aufgenommenen Arbeiten L.s gehört auch ein Gedichteyklus Chret die Frauenp (Berl. 1873, mit Illustrationen). Von L.s Liedern sind viele komponiert worden. Volkstümlich wurden, außer einigen Kinderliedern, das «Lied von der Freifrau von Droste-Vischeringo (1840) und das Chassepot-Liedo (1870).