Eichrodt (Ludw.), humoristischer Dichter, geb. 2. Febr. 1827 zu Durlach, studierte seit w1842 in Heidelberg und Freiburg Jurisprudenz und Humaniora und hielt sich dann zu seiner weitern Ausbildung in Karlsruhe, Frankfurt a. M. und München auf. Im J. 1848 veröffentlichte er in den «Fliegenden Blätterno den humoristischen Liedercyklus «Wanderlusto, der viel Anklang fand, schrieb dann die humoristisch-satirische Zeitschrift Satyry in Frankfurt (1848—49), trat 1851 in den Staatsdienst, lebte 1860—71 in Bühl bei Baden-Baden und seit 1871 als Oberamtsrichter in Lahr. Er veröffentlichte 1853 unter dem Pfeudonym Rudolf Rodt «Gedichte in allerlei Humoren » (Stuttg.: 4. Aufl. unter dem Titel «Lyrische Karikatureno. Lahr 1869), «Schneiderbüchlein » (anonym mit H. Goll, Lahr 1853), 1856 eine Gedichtsammlung (Leben und Liebey (Frankf. a. M.), 1858 das Epos (Das Vogesenschloßv, 1859 das dramatische Ge dicht «Die Pfalzgrafen oder eine Nacht auf den hei delberger Gassen (Lahr), 1865 das „Deutsche Kna benbuch o, illustriert von A. Schrödter und Camp hausen, und das dramatische Gedicht «Alboin; (Bühh), ferner Rheinschwäbischv, Gedichte in mittelbadischer Mundart (Karlsr. 1869; 2. Aufl. 1873), «Lyrischer Kehraus v (2 Bdchn., Lahr 1869, darin (Biedermaiers Liederlusto, die zuerst in den Fliegenden Blättern » abgedruckt war; 2. Aufl. 1870), 1875 «Melodieno (Stuttg.), 1877 den Hortus diliciarumo (Lahr, mit Illustrationen), 1880Gold, Sammlung des Ursprünglichen und Genialen in deutscher Lyrikv (Lpz.); endlich redigierte er das in vielen Auflagen verbreitete Lahrer Commersbuchv.