Ludwig VI., Kurfürst von der Pfalz 1576—83, war in seiner Jugend lutherisch erzogen worden und blieb diesem Bekenntnis treu, als sein Vater Friedrich III. (s. d.) zum Calvinismus übertrat. Nach dessen Tode machte L. von seinem Reformationsrechte Gebrauch, vertrieb, von seiner fanatischen Gemahlin Elisabeth von Hessen angefeuert, die calvinischen Geistlichen und Lehrer aus den pfälz. Kirchen und von der Universität Heidelberg und ersetzte sie durch Lutheraner. Ebenso selbstherrlich änderte er die Verwaltung um.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 11, S. 234Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei