FeedLuino oder Luvino
ErdkundeBrockhaus 1882

Luino oder Luvino, Flecken im Distrikt Varese der ital. Provinz Como, Geburtsort des berühmten Malers Bernardino Luini (s. d.), liegt 200 m über dem Meere, 16 km westlich von Lugano, nahe bei der Mündung der Tresa auf dem linken Ufer des Lago Maggiore an der Linie Bellinzona-Sesto-Calende, von der hier eine schmalspurige Straßenbahn nach Lugano abzweigt, besitzt mehrere Kirchen und Kapellen, einen alten Palazzo der Familie Crivelli, einige Villen und Fabriken und als internationale Station der Gotthardbahn und des Oberitalienischen Bahnnetzes einen großen Bahnhof und zählt (1881) 2291, als Gemeinde 3540 E., deren Haupterwerbsquellen neben Feld⸗ und Weinbau Kleingewerbe und Handel, die Baumwoll- und die Seidenindustrie sind. Ein Standbild Garibaldis auf der am Ufer gelegenen Piazza Garibaldi, dem größten Platze des Fleckens, erinnert an das Gefecht bei L., mit dem Garibaldi (15. Aug. 1848) den Angriff auf die Österreicher einleitete.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 11, S. 247Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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