Lupinose, eine etwa seit 1872 bekannt gewordene, durch Fieber, Appetitlosigkeit, unterdrücktes Wiederkauen, Durst, Verstopfung, Gelbsucht, Eingenommenheit des Kopfes, Anschwellung einzelner Kopfteile (Augenlider, Ohren, Lippen) hauptsächlich charakterisierte Krankheit der Schafe. Dieselbe tritt fast plötzlich ein, dauert nicht lange, denn der Tod tritt meist innerhalb 3—4 Tagen bei den Schwerkranken ein; die Genesung der nicht sehr „(Erkrankten erfolgt ebenfalls rasch. Die sehr gefährliche Krankheit kommt nur bei Schafen vor, die mit Lupinen gefüttert werden. Nach der Annahme einzelner Forscher ist es ein chem. Gift in den Lupinen (Jetrogen), welches sich in der Lupine unter noch nicht aufgeklärten Bedingungen und Verhältnissen entwickelt, nach den Annahmen an⸗ „derer sind es Befallungspilze und aus solchen hervorgegangene (Kokken und Kokkenreihen), überhaupt niedere pflanzliche Lebewesen am Lupinenfutter, welche die L. hervorrufen. Die Umwandlung der grünen Lupinen in Sauerfutter, das Dämpfen des Lupinenrauhfutters und der Lupinenkörner kann vorbeugend gegen die L. wirken. Vgl. J. Kühn und Liebscher, Untersuchungen über die