Luzk, Kreisstadt im europ.⸗russ. Gouvernement Volhynien, am Einflusse der Gishiza in den Styr, 258 km im WNW. von Schitomir, hat zwei kath. Kirchen, ein kath. Nonnenkloster, eine Synagoge, eine karaitische Synagoge, eine Kreisschule, eine jüd. Kronschule ersten Ranges, 14 Fabriken und (1882) 11464 CE., die unbedeutenden Handel treiben. L. wird in den russ. Chroniken schon in der zweiten Hälfte des 11. Jahrh. erwähnt und war längere Zeit Residenz eines Teilfürsten. Seit 1425 wurde L. die Residenz der kath. Bischöfe, und seit dieser Zeit begann auch die Blütezeit der Stadt, die bis zur zweiten Hälfte des 16. Jahrh. dauerte. Von den Altertümern hat sich noch das im 16. Jahrh. erbaute Schloß mit seinen vier Ecktürmen erhalten, in dem sich gegenwärtig die Kreisregierung befindet.