FeedLysimächus (geb. 361 v. Chr.)
GeschichteBrockhaus 1882

Lysimächus (geb. 361 v. Chr.), einer der vertrautesten Feldherren Alexanders d. Gr., erhielt nach dessen Tode 323 v. Chr. Thrazien. Im J.315 v. Chr. schloß er mit den Diadochen Kassander, Ptolemäus und dem aus Babylon vertriebenen Seleukus ein Bündnis gegen Antigonus (s. d.), der endlich in der Schlacht bei Ipsus 301 v. Chr. Leben und Reich verlor, worauf L., der 306 gleich den übrigen großen Diadochen (s. d.) den Königstitel angenommen hatte, von Kleinasien bis zum Halys Besitz ergriff. Unglücklich dagegen war sein Feldzug gegen die jenseit der Donau wohnenden Geten, da er hier (292) durch Verräterei mit dem größten Teile seines Heers in Gefangenschaft geriet. Doch wurde er von dem Könige der Geten, dem er seine Tochter zur Gemahlin gab, wieder freigelassen. Hierauf suchte L. seine Macht westwärts weiter auszudehnen, wie er denn 287 286 Macedonien in seine Gewalt brachte. Später ließ er sich zur Ermordung seines Sohnes Agathokles hinreißen und wurde endlich in seinem letzten asiat. Kriege von Seleukus Nikator auf der Ebene Korupedion in Phrygien 281 v. Chr. gänzlich geschlagen und fiel.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 11, S. 294Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

Auf derselben Druckseite 5

Ähnliche Artikel 6

Mehr aus Geschichte 6