Macleod (Henry Dunning), engl. Nationalökonom, geb. 1821 in Edinburgh, erhielt seine Erziehung in der edinburgher Akademie, dann in Eton und im Trinity-College in Cambridge, bereitete sich dann in London auf die jurist. Laufbahn vor und wurde 1849 als Barrister in die Gesellschaft des Inner-Temple aufgenommen. Zugleich betrieb er eifrig nationalökonomische Studien, be-Reulte über Bank⸗ und Kreditverhältnisse, deren esultate er in seinem ersten berühmten Werke: „The theory and practice of bankingo (Lond. 1856; 4. Aufl., 2 Bde., 1883) niederlegte. M. bekämpfte in demselben die Bankgesetzgebung Sir Robert Peels und stellte mehrere Fundamentalsätze des Bank⸗ und Kreditwesens auf, welche seitdem zu allgemeiner Anerkennung gelangt sind. Diesem ersten Werke folgten 1858 die Elements of political economys, in denen M. für die Volkswirtschaft überhaupt eine neue Grundlage zu legen suchte. Er führt das ganze System der Volkswirtschaft auf die Lehre vom Tausche zurück und begründete seine Definition vom Werte einzig und allein auf das Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage. Infolge dessen faßt er die volkswirtschaftlichen Erscheinungen zu überwiegend von ihrer privatwirtschaftlichen Seite auf, was sich besonders in seiner Behandlung des Kredits und der Forderungen zeigt. Von seinem «Dictionary of political economyo erschien nur ein Band (1859). Neuerdings erschien von ihm Principles of economic philosophy (Lond. 1876), The elements of bankingo (Lond. 1876) und The elements of economicso. Vgl. Richelot, «Une révolution en économie politiques (Par. 1863).