Madäch (spr. Mäadahtsch, Emerich), bedeutender ungar. Dichter, geb. 21. Jan. 1823 zu Also-Sztregova im Neograder Komitat, studierte die Rechte, wurde Notar in seinem Komitat, zog sich jedoch 1848 vom öffentlichen Leben zurück. Er starb 5. Okt. 1864 in Belassa-Gyarmath. Sein Hauptwerk ist die philos. Dichtung A2 ember tragédiajap (Die Tragödie des Menschenv, 1861; deutsch von Alex. Dietze, Pest 1865). Dieses dialogische Gedicht stellt die Entwickelung der Menschheit seit dem Sündenfall bis auf die Gegenwart in welthistor. Bildern dar. Mis übrige Werke (Ausgabe von K. Gyulai, 3 Bde., Budapest 1880) sind gedankenvolle lyrische Gedichte und dramatische Fragmente.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 11, S. 312Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei