Maden nennt man die beinlosen Larven der zweiflügeligen Insekten (Dipteren), der Mücken, Fliegen, Schnaken u. s. w., welche meist weichen Leib und zurückziehbaren Kopfring besitzen. Selten können sie springen, wie die M. der Käsefliege. Viele von ihnen werden den Menschen lästig durch Zerstörung nützlicher Pflanzen, wie die M. der Radieschenfliege, der Zwiebelfliege, der Nareissen-Schenkelfliege u. s. w. Andere sind eine große Plage der Haustiere, wie die M. der Schafbremse, die sich in dem Nasenkanal und in den Stirnhöhlen des Schafs öfters in großer Menge finden; die M. der Rinderbremse, welche in Beulen der Rückenhaut des Rindviehs leben. Die M. der Magen⸗ oder Pferdebremsen leben parasitisch im Magen der Einhufer, die häufigste (Gastrus 8. Gastrophilus equi, s. Tafel: Insekten I, Fig. 38, b u. 6, vgl. Biesfliegen) im Magen des Pferdes; die M. der Mastdarmbremse, welche in dem Mastdarme der Pferde angetroffen werden, und andere. Ja in mehrern Gegenden Südamerikas wird selbst der Mensch zuweilen durch die M. der Bremsen geplagt. Die früher berüchtigten Leichenwürmer sind die M. einer Fleischfliege (Sarcophaga mortuorum), welche ihre Eier gern an menschliche Leichname legt, wenn sie in offenen Gewölben beigesetzt werden. Die M. der Schmeißfliege (Musca vomitoria) kriechen in wenigen Stunden aus den auf das Fleisch gelegten Eiern aus.