Magnesit, die kohlensaure Magnesia MgCOz, die sich im Mineralreich sowohl deutlich auskrystallisiert (Magnesitspat), als auch in kryptokrystallinischen Aggregaten (dichter M.) findet. Die Krystalle, weiß und stark glasglänzend, oft durch Eisengehalt etwas gelblich oder bräunlich, sind in alpinen Talkschiefern vielorts eingewachsen (St. Gotthard, Zillerthal, Pfitschthal, Ultenthal). Der dichte M. gleicht äußerlich einem sehr feinkörnigen Kalkstein, wird aber von Salzsäure meist nur in der Wärme und im gepulverten Zustande gelöst; er bildet selbständige Lager in den krystallinischen Schiefern und wird neuerdings zur Fabrikation feuerbeständiger Ziegel benutzt; oft ist ihm ein kleiner Gehalt an Kieselsäure beigemengt.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 11, S. 340Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei