Magnesiumcarbonat Mgco, kommt als Mineral Bitterspat oder Magnesit vor. Ist künstlich nicht darstellbar, da beim Vermischen von löslichen Magnesiumsalzen mit kohlensaurem Alkali unter Abscheidung von Kohlensäure basische Verbindungen entstehen. Letztere bilden die Magnesia carbonica, Magnesia alba der Pharmakopöen. Zur Darstellung der letztern wird eine konzentrierte Lösung von eisenfreiem Magnesiumchlorid, kalt, unter starkem Umrühren mit einer konzentrierten Lösung von kohlensaurem Natron gefällt. Der gelatinöse Niederschlag wird auf einem Filter mit kaltem Wasser gewaschen, wobei er allmählich dicht und körnig wird. Nach beendigtem Auswaschen wird der Niederschlag in einem geräumigen Kessel in Wasser verteilt und unter beständigem Umrühren vorsichtig auf eine Temperatur von 65 bis 705 erhitzt. Bei diesem Wärmegrade gibt das Salz eine gewisse Menge von Kohlensäure ab und verwandelt sich in eine basischere Verbindung. Sobald die ersten Kohlensäurebläschen sich zeigen, ist die Erhitzung sofort zu unterbrechen und der ganze Inhalt des Kessels rasch auf ein bereit stehendes, großes, flaesches, kastenförmiges Filter zu entleeren. Während der Filtration geht die weitere Zersetzung vor sich, wobei die sich entwickelnde Kohlensäure auf gleiche-Weise lockernd auf den Niederschlag wirkt, wie beim Backen des Brotteigs. Nach dem Ablaufen des Wassers wird der Niederschlag in viereckige Stücke zerteilt und in sehr mäßiger Wärme getrocknet. Bei richtiger Ausführung der beschriebenen Operationen erhält man so die Magnesia als äußerst lockere, leichte, schneeweiße Masse, deren Zusammensetzung nicht ganz konstant ist, aber annährend der ‚Magnesiumcarbonat, s. Magnesium (Verbindungen 6). Magnesiumchlorid, s. ebend. 3.