Maimbourg (Louis), franz. Kirchenhistoriker, geb. zu Nancy 1610, trat mit seinem 16. Jahre in den Jesuitenorden, vollendete seine Studien in Rom, wurde alsdann Professor in Rouen, wandte sich aber später dem Predigtamt zu. Weil er gegen den Papst für die Freiheit der gallikanischen Kirche und für Ludwig XIV. eintrat, ward er 1682 aus dem Jesuitenorden ausgeschlossen, dagegen vom König zum Hofhistoriographen ernannt. Er starb in der Abtei St.⸗Victor am 13. Aug. 1686. Von seinen histor. Schriften sind seine Geschichten des Wicliffismus, des Lutheranismus, Calvinismus etc. (14 Bde., Par. 1686—87) und sein «Traité historique sur les prérogatives et les pouvoirs de P'église de Rome et de ses évéëqueso (Par. 1685; neue Aufl., Nevers 1831) zu nennen.