Maximinus ist der Name zweier röm. Kaiser. Der eine, Gajus Julius Verus M., nach seiner Heimat der Thrazier genannt, eines got. Hirten Sohn, geb. 173 n. Chr., hatte sich schon unter Septimius Severus als Krieger ausgezeichnet, war von Alexander Severus zum Oberbefehlshaber des Heers in Oberdeutschland ernannt worden und wurde von diesem nach Alexanders Ermordung (10. Febr.) 235 zum Kaiser ausgerufen. Während er als solscher seine kriegerischen Eigenschaften auf Zügen gegen die Deutschen bewährte, reizte er durch Grausamkeit und durch die Härte, mit der auf seinen Befehl Geld eingetrieben ward, die Bürger Roms und der Provinzen zur Empörung, die zuerst (Febr. 238) in Afrika ausbrach, dort aber durch die Besiegung der beiden Gordianus (s.d.) von M.'numidischem Statthalter unterdrückt wurde. Der röm. Senat, der die Erhebung der Gordiane zur Kaiserwürde gebilligt hatte, ernannte nun (März 238) den Pupienus und Balbinus zu Kaisern, den dritten Gordian zum Cäsar. M., gegen den sich alle Provinzen erhoben, drang jetzt in Italien ein. Der Widerstand, den ihm Aquileja bot, erbitterte ihn bei der Belagerung zu maßloser Strenge gegen seine Soldaten, und so wurde er mit seinem Sohne im Mai 238 im Aufstande von diesen erschlagen. — Der andere, Galerius Valerius M., genannt Daja oder Daza, ein Illyrier von niederer Geburt, Schwestersohn des Kaisers Galerius, erhielt durch seinen Oheim 305 die Cäsarwürde und die Verwaltung des Orients, die er mit Willkür und Härte besonders gegen die Christen führte, und nahm 308 den Titel eines Augustus an. Als er die Vereinigung Konstantins d. Gr. und des Licinius im Frühjahr 313 n. Chr. erfuhr, fürchtete er für sich und zog gegen letztern, wurde aber 30. April 313 bei Perinth geschlagen und starb auf der Flucht zu Tarsus.