Majos heißen in Andalusien junge Männer aus dem Volke, welche durch auffallendes Kostüm, Galanterie gegen die Frauen und herausforderndes Benehmen gegen die Männer sich hervorthun. Sie zeichnen sich durch körperliche Gewandtheit, Geübtheit im Fechten und Reiten aus und bilden in manchen Orten (3. B. in Sevilla) eine Art Genossenschaft. Den M. entsprechen unter der weiblichen Bevölkerung die Majas, worunter man junge Mädchen und Frauen versteht, welche sowohl durch Schönheit und Grazie als auch durch verführerische Koketterie, auffällige Tracht und Geübtheit im Tanzen sich auszeichnen.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 11, S. 371Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei