Majunke (Paul), klerikaler Abgeordneter, geb. 14. Juli 1842 zu Groß-Schmograu (Schlesien), studierte in Breslau kath. Theologie und wurde 1867 zum Priester geweiht. Nachdem er kurze Zeit als Kaplan in Neusalz a. O., Breslau und später in Grottkau in der Seelsorge thätig gewesen, übernahm er während des Vatikanischen Konzils die Redaction der Kölnischen Volkszeitungo und 1871 die Redaction der Germaniay in Berlin, die er bis 1. Okt. 1878 leitete. Seit 1874 gehörte er als Vertreter der Stadt Trier dem Reichstage, und seit 1879 für den Wahlkreis Geldern-Kempen dem preußischen Abgeordnetenhause an, legte aber im Juli 1884 beide Mandate nieder, um dem Rufe des Fürstbischofs von Breslau zu folgen und das Amt eines Seelsorgers in Hochkirch zu übernehmen. Von seinen litterarischen Arbeiten ist außer mehrern kleinern Broschüren (z. B. «Louise Lateaue, Berl. 1874) das anonym erschienene Werk «Geschichtslügen (Paderb. 1884) zu erwähnen.