FeedMalächit
NaturlehreBrockhaus 1882

Malächit ist basisches kohlensaures Kupfer (Cu. (OH), COz) von dunkelgras⸗ und smaragdgrüner Farbe und blätterigem, faserigem oder dichtem Gefüge, kommt in krystallinischen Massen, in traubigen, eiförmigen und knolligen Gestalten und derb auf Gängen und Lagern mit andern Erzen und besonders schön in Chile und Sibirien vor. Die sehr seltenen Krystalle gehören dem monoklinen System an. Der faserige M. dient, fein zerrieben, als Malerfarbe; der dichte M. wird zu Dosen, Messerheften und Knöpfen, zu Tischplatten, Armleuchtern u. s. w., auch zu manchen Bijouteriegegenständen, zu Broschen und Kameen verarbeitet und nimmt eine schöne Politur an. Der M. ist ferner ein wichtiges Erz für die metallurgische Darstellung des Kupfers. Das größte früher bekannte Malachitstück war ein 30 Ctr. schwerer Block aus den werchoturischen Bergwerken im Berginstitut zu Petersburg. Allein 1835 fand man in einer der Kupfergruben Demidows bei Nishnij-Tagilsk im Ural ein Stück, das 5,5 mlang, 2,5 m breit und Im hoch und gegen 500 Ctr. schwer war.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 11, S. 375Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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