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TierreichBrockhaus 1882

Mandrill, Maimon oder Waldteufel (Cy nocephalus Mormon), eine zur Gattung Pavian (J. d.) gehörende Affenart, welche einen langen Hundskopf, einen kleinen gelben Bart am Kinn, einen spitzen Haarwulst auf dem Scheitel, nur einen Schwanzstummel und blaue, tiefgefurchte Backen besitzt, wozu bei den erwachsenen Individuen noch eine scharlachrote Nase kommt, welche Farbe auch die Gesäßschwielen und die benachbarte Haut haben. Der M. wird 1 bis 1, m hoch und ist wegen seiner Wildheit und Kraft, sowie wegen seines fürchterlichen Gebisses ein gefährliches Tier und des halb in seinem Vaterlande Guinea von den Bewohnern sehr gefürchtet. In seinem Vaterlande bricht er truppweise in Felder und Gärten ein und verübt da arge Verwüstungen. Er wird von der Westküste Afrikas häufig nach Europa gebracht und ist daher in Menagerien gewöhnlich, bleibt aber meist bösartig. Ahnliche Arten sind der Dril (Cynocephalus leucophaeus), mit schwarzem und weißem Backenbart und der mit einer mantelartigen Mähne versehene Hamadryas (C. Hamadryas; s. Tafel: Affen der Alten Welt II, Fig. 1). 0

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 11, S. 403Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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