Marode (im allgemeinen ermattet, erschöpft) nennt man Soldaten, welche durch die Anstrengungen des Dienstes, der Märsche u. s. w. entkräftet sind, sodaß sie nicht mehr in Reihe und Glied bleiben können. Solche Nachzügler heißen dann Marodeurs, ihr Umhertreiben wird Marodieren genannt, womit im Kriege oft Suwonmer gen und Gewaltthätigkeiten gegen die Einwohner verbunden sind, da sich den wirklich Entkräfteten zu leicht Mannschaften anschließen, die eine Entkräftung nur vorschützen. Die Meinung, daß diese Ausdrücke von dem Korps des Generals Merode im Dreißigjährigen Kriege herstammen, welches wegen seiner Zuchtlosigkeit so verrufen war, daß man bald alle Nachzügler und auf Plünderung streifende Soldaten Merodebrüderv nannte, ist unrichtig, da der Ausdruck sich bereits in einem Werke von 1564 findet.