Marner, lyrischer Dichter aus Schwaben, führte das Leben eines fahrenden Sängers und dichtete schon um 1230 hauptsächlich Sprüche, in denen er sich an Walther von der Vogelweide anlehnt. Er genoß hohes Ansehen in der spätern Tradition und wurde zu den 12 Begründern des Meistergesangs ezählt. Als alter Mann wurde er vor 1287 erschlagen. Seine Werke, unter denen auch lat. Gedichte, findet man in von der Hagens „Minnesinger» (Bd. 2 u. 3, Lpz. 1838) und kritisch in der Ausgabe von Strauch (Straßb. 1876).
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 11, S. 474Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei