Maskenball ist ein Ball, den man mit Maske und Verkleidung besucht. Das Vaterland der M. war Italien; dieselben verdankten ihr Aufkommen teils der Lust, sich in prächtigen, abenteuerlichen und bizarren Verkleidungen zu zeigen, teils dem besondern Reize, sich ungekannt in einer großen, aus allen Ständen gemischten Gesellschaft zu bewegen, wo die hergebrachte Maskenfreiheit ausgelassenen Mutwillen in vollem Maße verstattete. Solche Maskenbälle wurden seit dem 17. Jahrh. überall beliebt, und gehören noch jetzt zu den geselligen Vergnügungen der Karnevalszeit.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 11, S. 503Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei