Mauvillon (Jak.), Vertreter des Physiokratischen Systems (s. d.), auch als militärischer Schriftsteller und als Übersetzer bekannt, geb. zu Leipzig 8. März 1743, trat im Siebenjährigen Kriege als Ingenieur in hannov. Dienste, studierte dann in Leipzig, wurde 1766 Kollaborator an der Schule zu Ilefeld, dann Lehrer der Kriegsbaukunst in Kassel und Hauptmann. Im J. 1785 trat er als Major in braunschw. Dienste und wurde später Oberstlieutenant bei dem Ingenieurkorps und Lehrer an dem Carolinum. Ein Freund und Bewunderer Mirabeaus, ging er lebhaft auf dessen Plan ein, gemeinschaftlich mit diesem ein polit.⸗philos. Werk über den preuß. Staat zu schreiben. Mirabeau ließ das Werk in Paris unter seinem Namen erscheinen, worauf M. dasselbe in seiner «Schilderung des preuß. Staats unter Friedrich II.v (4 Bde., Lpz. 1793—95) neu bearbeitete. Er starb zu Braunschweig 11. Jan. 1794. Von seinen Schriften sind zu nennen: «Physiokratische Briefe an Dohmy Graunschw. 1780), (Einleitung in die militärischen Wissenschaftenb (Braunschw. 1783) und «Geschichte Ferdinands, Herzogs von Braunschweigo (2 Bde., Braunschw. 1794). Von seinen Übersetzungen ist die des Ariost bemerkenswert.