Manso (Joh. Kasp. Friedr.), ausgezeichneter Humanist und verdienter Schulmann, geb. 26. Mai 1760 zu Blasienzell im Herzogtum Gotha, studierte in Jena Theologie und Philologie, wurde 1785 Kollaborator zu Gotha, bald darauf Professor am Gymnasium daselbst und 1790 Prorektor am Magdalenum in Breslau, dessen oberste Leitung er 1793 übernahm. Er starb 9. Juni 1826. M. gab heraus und übersetzte die Gedichte des Bion und Moschus (Gotha 1784; 2. Aufl., Lpz. 1807), übertrug ferner frei ins Deutsche Virgils Hεorgica (Jena 1783) und Sophokles' König Odipuso (Gotha 1785). Auch sind zu erwähnen M.s „Vermischte Schriften» (2 Bde., Lpz. 1801), „Vermischte Abhandlungen und Aufsätzey (Bresl. 1821) und das Lehrgedicht »Die Kunst zu lieben⸗ (Berl. 1794). Besonders aber verdienen unter seinen histor. Werken hervorgehoben zu werden: Sparta⸗ (3 Bde. in 5 Abteil., Lpz. 1800—5), «Leben Konstantins d. Gr. (Bresl. 1817), «“Geschichte des preuß. Staats seit dem Hubertusburger Frieden⸗ (3Bde., Frankf. 1819—20; 2. Aufl. 1835) und Geschichte des ostgot. Reichs in Italiend (Bresl. 182. Vgl. Jacobs in den Personalien» (Lpz. 1840).