FeedMaxhütte
TechnikBrockhaus 1882

Maxhütte, Maximilianshütte, ein Komplex großer Eisen⸗ und Stahlwerke im bayr. Regierungsbezirk Oberpfalz (im Sauforst bei Burglengenseld, Bahnstation Haidhof), 1850 von belg. und deutschen Unternehmern gegründet, fabriziert seit 1852 Eisenbahnschienen, seit 1864 mit selbsterzeugtem Coksroheisen, seit 1868 unter Verwendung selbsterzeugten Bessemerstahls. An der Gesamtschmiede-Eisenerzeugung des diesseitigen Bayern partizipiert die M. mit 86 Proz. Die M. enthält fünf Cokshohöfen, einen Holzkohlenhohofen, mit Gießerei, große Puddel-und Walzwerke, eine Bessemeranlage; letztere besteht aus zwei nebeneinander stehenden Cupolöfen zum Schmelzen des Roheisens. Früher nahm die Hütte das Rohmaterial zu Stahl teils aus Siegen, teils aus Britannien (Hematitroheisen); seit sie bei Kamsdorf selbst Spiegeleisen in zwei Ofen gewinnt, ist sie in der Lage, eigenes Bessemermetall zu erzielen.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 11, S. 541Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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