FeedMuldenhütten (Ruldener Hütten)
Handwerk & GewerbeBrockhaus 1882

Muldenhütten (Ruldener Hütten), in der sächs. Kreishauptmannschaft Dresden, an der Freiberger Mulde, Station der Chemnitz-Dresdener Staatsbahnlinie, bilden zusammen mit den 8 km flußabwärts gelegenen Halsbrückener Hütten die Freiberger fiskalischen Hüttenwerker und liegen 4 km südöstlich von Freiberg. Sie verarbeiten die ganze fächs. Erzproduktion mit Ausnahme der Eisenerze und der obererzgebirgischen Kobalt⸗, Nickel⸗, Wismuterze und außerdem große Mengen ausländischer, besonders südamerik. Erze und Metallgekrätze. Der Produktenverkauf betrug 1882: 5,832 Ctr. Feingold, 1019,714 Ctr. Feinsilber, 27 987,55 Ctr. Kupfervitriol, 35,612 Ctr. Wismut, 100 Ctr. Nickelspeise, 2899,4 Ctr. Zink und Zinkstaub, 87 284 Ctr. Bleirodukte, 1424,165 Ctr. Schrotwaren, 13 573,8 Ctr. Bleiblech, 17524,10 Ctr. andere Bleifabrikate, Bleiröhren, Bleidraht und verschiedene Bleiapparate, 294351,03 Ctr. Schwefelsäure, 21712,19 Ctr. Chemikalien (Eisenvitriol und schwefelsaures Natron, 24 707,41 Arsenikalien), mit einem Gesamtwert von 12028 312,51 Mark. Das Personal bestand 1882 aus 22 Beamten und 1400 Arbeitern, worunter 907 ständige Hüttenarbeiter. Es besteht eine Hütten-Wmdenbrei mit 306 662,61 Mark Vermögen.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 11, S. 912Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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