Maximum (lat.), das Größte, der höchste Wert, im Gegensatz zu Minimum, das Kleinste. In der Mathematik versteht man unter dem größten oder kleinsten Werte einer veränderlichen Größe denjenigen, welcher größer oder kleiner ist als ein unmittelbar vorangehender oder nachfolgender Wert. Demnach kann eine Funktion auch mehrere Maxima oder Minima haben. Die Untersuchung über das Vorhandensein eines M. oder Minimums wird mit Hilfe der Differentialrechnung, bei gewissen Aufgaben mittels der Variationsrechnung geführt. Ausgebildet wurde diese Lehre, deren Spuren schon bei den Griechen, z. B. in des Apollonius Werk über die Kegelschnitte, zu finden sind, durch Newton und Leibniz.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 11, S. 545Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei