Mecheln (Jorael van) oder Meckenen ist der Name eines niederdeutschen Malers, Goldschmieds und Kupferstechers aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrh., wenn nicht etwa zwei verschiedene Personen, Vater und Sohn, damit gemeint sind. Die einzigen festen Data sind Monogramme von 1462 und später, sowie das Todesdatum (15. März 1503) auf dem Epitaphium. Der Heimatsort ist jedenfalls nicht Mecheln in Brabant, sondern Meckenen oder Mecheln bei Bocholt (wo ihn Urkunden 1442—98 erwähnen), oder ein gleichnamiger Ort bei Münster, oder endlich Meckenheim bei Bonn. Ein beglaubigtes Gemälde des Malers Israel existiert jedoch nicht, die demselben beigelegten Gemälde gehören sicherlich verschiedenen Meistern an. So das Leben der Maria in der münchener Pinakothek einem trefflichen rhein. Künstler um 1450, die Bilder in Nürnberg, Köln und an andern Orten spätern Malern. Um so genauer ist M. als Kupferstecher bekannt, indem von ihm gegen 30⁰ Blätter vorhanden sind, z. B. eine Passion und ein Leben der Maria, jedes in 12 Blättern, Christus und die Apostel in 13 und wiederum in 15 Blättern u. s. w. Im ganzen erweist sich derselbe als geistloser Manierist und sehr mittelmäßiger Zeichner; gleichwohl haben die Blätter für die Kunstgeschichte einen bedeutenden Wert.