FeedMedici (Cosimo de')
GeschichteBrockhaus 1882

Medici (Cosimo de'), eins der ausgezeichnetsten Mitglieder seiner Familie, geb. 1389, der Sohn Giovannis de' M., wurde zuerst 1416 Mitglied des alle zwei Monate wechselnden obersten Magistrats der Republik, an deren Spitze damals das mächtige Haus der Albizzi stand. Seine Klugheit und Freigebigkeit machten ihn zum Haupte einer zahlreichen Partei, die bald mit der herrschenden in Konflikt geriet. Im J. 1433 verhaftet, vermochte er nur durch Bestechung des Gonfaloniere Bernardo Guadagni den drohenden Tod in eine Verbannung nach Padua und Venedig zu verwandeln. Doch waren seine Freunde so zahlreich, daß ein Jahr nachher die Signoria ihn zurückrief und Rinaldo degli Albizzi und dessen Anhänger verbannte, sodaß nun die Partei der M. die herrschende wurde. Dem Anschein nach Privatmann, waltete er doch seitdem mit Klugheit und Mäßigung als Herrscher in Florenz. Seinen überfluß verwendete er auf öffentliche Bauten, mit denen er Florenz schmückte, und zu einer glänzenden Freigebigkeit nicht nur gegen seine Anhänger, sondern besonders gegen Künstler und Gelehrte, für welche sein schönes Haus, jetzt Palazzo Riccardi, Sammelplatz war. Mit Klugheit leitete er auch die äußern Angelegenheiten der Republik in den schwierigen Verhältnissen mit Neapel, Mailand und Venedig. Er starb 1. Aug. 1464. Vgl. Fabroni, 4Cosmi Medicei vitas (Pisa 1780).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 11, S. 563Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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