Meerbarben (Mullidae), eine kleine Familie stachelflossiger Knochenfische, mit länglichem, seitlich zusammengedrücktem Körper, großen Schuppen und zwei langen Fühlfäden am Unterkiefer gleich hinter dem Kinn. Sie bewohnen die Meere der Tropen und gemäßigten Zonen. Die gemeine Meerbarbe (N. barbatus, s. Tafel: Fische IV, Fig. 12) wird gegen 40 em lang; die Streifenbarbe (M. surmuletus) war im Altertum berühmt und große Exemplare (Martial, X, 31) wurden mit enormen Preisen bezahlt. Es war nicht nur das wohlschmeckende Fleisch, welches die Römer reizte, sondern namentlich das Farbenspiel des sterbenden Fisches.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 11, S. 573Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei