FeedMekrän
ErdkundeBrockhaus 1882

Mekrän, das etwa 600 km lange Küstengebiet des südl. Balutschistän, etwa 82500 dkm groß, mit 110000 C., das Gedrosien der Alten, besteht aus einem heißen, blendendweißen, an Vegetation armen Landstriche von etwa 180 km Breite, dessen Licht und Sand zu sehr häufigen Augenleiden Veranlassung gibt. Dahinter erheben sich die ebenfalls vegetationslosen, kahlen Kalkgebirge zu 760m Höhe. Die Bewohner gleichen, auch in ihrer Sprache, denen des benachbarten Sind, und nähren sich noch jetzt, wie zu Alexanders d. Gr. Zeiten, hauptsächlich von Fischen, Austern, Muscheln und Krabben. Der westl. Teil des ehemaligen M. ist jetzt persisch, seit 1872 die Grenzen durch die Engländer reguliert worden sind. Mehrere Küstenorte gehören dem Imam von Maskat (s. d.). Hauptort des zu Balutschistän gehörigen Teils von M. ist das aus Forts und Dörfern bestehende Kedsch. Die Hafenstadt Gwadar oder Gwädel zählt gegen 5000 E.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 11, S. 594Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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